Die Länderbahn-Schlafwagen der D S G

 
         

Die DSG hat bei ihrer Gründung einen recht gemischten Bestand an Schlafwagen vorgefunden. Die besseren Typen waren durch die Besatzungsmächte beschlagnahmt und wurden nach und nach zurückgegeben.

Die bei den Staatsbahnen der deutschen Länder verkehrenden Schlafwagen entsprachen oft nicht internationalen, sondern lokalen Richtlinien und Konstruktionsprinzipien. Die MITROPA übernahm bei Ihrer Gründung 1916 eine Vielzahl unterschiedlicher Bauarten und Konstruktionsalter sowie nach 1918 auch eine reihe von bisher den Höfen zugerechnete Salonschlafwagen. Zunächst hatte die DSG nur solche Fahrzeuge zur Verfügung. Viele waren einem schlechten Zustand. Die meisten Wagen waren den beiden höchsten Reiseklassen zugeordnet.

Einige baute die DSG auf Schlafwagen der reinen 3. Klasse (ab 1956 Zweite Klasse) mit 30 Betten um.

Eine komplette Übersicht über die bei der DSG noch vorhandenen Bautypen und eine Fahrzeugstatistik existiert nicht, eine Tabelle preuss. WL bei der DSG ist der Versuch eines Anfanges. Für ergänzende Hinweise und Korrekturen bin ich natürlich immer dankbar. Die unten genannten Wagennummern gelten für den Zeitraum vor 1939, der Bestand der DSG ist damit nicht beschrieben.

Bauart   im Einsatz bis Bettenzahl   Erste Wagennummer*
WL4ü pr-88     20    
WL4ü pr-92     22   KPEV 14,15,16,048,049,58,59
WL4ü pr-97     20   KPEV 87, 88
WL4ü pr-91     18 ehem. Begleiterschlafwagen des Hofzuges  
WL4ü pr-02 GFN WL4ü pr02 1960 20 auch Meckll. FFE Fährverkehr  
WL6ü pr-04/11   1961 22 zuletzt stationäres Messe-Hotel KPEV 102 - 210
WL6ü pr-11/17 1961 20 zuletzt stationäres Messe-Hotel KPEV 211 - 331

*Die Umnummerierung der Fahrzeuge nach dem Schema von 1924 lässt Rückschlüsse auf die Bauart zu:

Die 5-stellige Ziffernfolge beschreibt mir den ersten beiden Ziffern die Anzahl der Bettplätze und kann sich durch Umbau verändern. Die Bremsbauart wird durch die 3 letzten Stellen in Gruppen beschrieben:

0 - 599 Selbsttätige Druckluftbremse
600 - 799 Selbsttätige Druckluftbremse in Verbindung mit der nicht selbsttätigen Druckluftbremse
800 - 999 Selbsttätige Druckluftbremse in Verbindung mit der nicht selbsttätigen Druckluftbremse und eingebauter Hardy-Bremse

Die letzten 2 Stellen beschrieben die Achszahl in Gruppen:

0 - 49 vierachsige Wagen
50 - 99 sechsachsige Wagen

Ungerade Nummern weisen auf schräge Abteilwände hin, gerade Nummern auf rechtwinklige Abteilwände

Eine lineare Umrechnung der Wagennummern der vor 1926 gebauten bzw. übernommen Wagen ist so nicht möglich. In den Beständen des USTC erscheinen auch WL mit Nummern, die hier nicht einzuordnen sind. Durch Umbau der Bremseinrichtungen und/oder der Innenaufteilung folgten weitere Umnummerierungen.

 

 

 

 
 

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