Ja, sicher. Das Drehgestell Görlitz III in seinen Varianten stand ab 1929/30 zur Verfügung. Im Prinzip wurde es dann auch sofort in den Neubeschaffungen eingesetzt, nachdem die bestellten Drehgestelle der Bauart II aufgebraucht waren. Und so erhielten wohl alle Reisezugwagen der geschweißten, "windschnittigen" Bauarten die moderneren Drehgestelle der Bauart III.

Joachim Claus fotografierte im Bahnhof Warburg am 15.11.1959 als Hintergrund-Beifang einen DSG-Speisewagen der Bauart 1935 - mit Drehgestellen der Bauart Görlitz II schwer. Leider ist die Wagennumer nicht erkennbar. Betrieblich dürfte das kaum problematisch gewesen sein, die Züge liefen ohnehin nicht schneller als 120km/h und der lange Achsstand war nicht unkomfortabel. Konstruktiv ist es auch kein Problem, denn zwischen den Wagen der Bauart 1930, 1935 und 1939 bestehen nur stylistische Unterschiede, denn im Gegensatz zu den Sitzwagen hat man die MITROPA-Konstruktionen einfach fortgeführt und nur äußerlich an den "Trend" angepasst. Dennoch wurden solche betrieblichen Abweichungen selten dokumentiert und sind auch in meinen DSG-Unterlagen nicht nachzuweisen.

Der Eisenbahnstiftung ist zu verdanken, dass wir heute so viele detailreiche bildliche Informationen und Belege verfügbar haben.

   
© Will Berghoff 2013
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