Typischer A.C.M.E.-UIC-X-Wagen, hier DB BRbuüm
Typischer A.C.M.E.-UIC-X-Wagen, hier DB BRbuüm

A.C.M.E.-Modelle der Drehgestellwagen sind mit Stromabnahme von den Achsen und mit Federpuffern sowie beweglichen Gummiwulsten ausgestattet.

Häufig wird kritisiert, dass die Wagen kaum rollen und der Kupplungsabstand zu lang ist.

Kein Leichtläufer

Das Rollverhalten wird zumeist nicht von den Stromabnahmeblechen beeinflusst - oder zumindest nicht wesentlich. Das Konstruktionskonzept des Minden-Deutz-Drehgestelles ist etwas unglücklich. Das erkennt man, wenn man es mit erfolgreichen, zuverlässigen Konstruktionen der anderen Hersteller vergleicht.

ACME Fahrwerk
ACME Fahrwerk

Problem 1:

Die Stromabnahmebleche drücken von unten auf die Achsen (Ziff. 14). Das beeinflusst die Stromabnahme und die Lauffreiheit nicht wesentlich. Der wesentliche Nachteil ist, dass man die Bleche so nicht zur Abfederung benutzen kann. Obwohl man die Kontaktstreifen versetzt angeordnet hat, um nicht mit den Umlenkhebeln der Bremsdreiecke in Konflikt zu geraten, lassen sich die Bleche nicht  über den Achsen anordnen, denn da gibt das

Problem 2:

Die Bremsdreiecke passen nicht in die Drehgestelle. Sie sitzen zu hoch und schleifen deshalb mit den Umlenkhebeln an den Achsen (Ziff. 8) und mit den Bremsbacken an den Rädern (Ziff. 9). Es kommt auch, dass die Streben die Spurkränze "bremsen" (Ziff. 10). Das ist sehr unglücklich konstruiert. Zudem sind die Achsspitzen nicht perfekt glatt und sitzen stramm in den Achshalterungen (Ziff. 13).

Dem kann man abhelfen, wäre da nicht

Problem 3:

Der von A.C.M.E. verwendete schwarze Kunststoff ist so spröde, dass man kein Teil am Wagenboden berühren möchte.

Wer es dennoch wagt, der kann z. B. Bremsdreiecke von ADE oder BRAWA einsetzen, die Schleifer nach oben legen und hat dann einen gut laufenden Wagen.


Federpuffer?

Auf der Unteransicht der Pufferbohle (Ziff. 5) sieht man, dass aufgrund der klemmenden Puffer die "Feder" bereits durch die eingedrückt ausgelieferten Puffer so ausgeleiert ist, dass sie die Puffer nicht mehr wirksam herausdrücken kann (Ziff. 6 und 7). An 3 von 4 Puffern dieses Wagens war die "Feder"dauerhaft wirkungslos. Hier hilft nur
- Festsetzen der Puffer mit Klebstoff oder
- Andrücken der eingesteckten "Federn" an der Pufferbohle, mitunter sitzen sie nicht tief genug in der Pufferbohle oder
- Hitzeverformung der "Feder" (Vorsicht dabei, der Kunststoff des Chassis ist sehr wärmeempfindlich!)

- Austausch gegen höherwertige Puffer.

Die Lage der Puffer entspricht der NEM 303.

A.C.M.E. Pufferbohle - Ansicht von unten
A.C.M.E. Pufferbohle - Ansicht von unten

Kupplungsabstand

Die Kupplungskulisse bei A.C.M.E. ist ein Rätsel. Konstruktiv liegt sie vollkommen in der Norm. Auch die Lage des Gummiwulstes zu den Puffern (Ziff. 1 + 2) ist innerhalb der NEM 304.

Geprüft mit der RIBU NEM-Kupplungslehre besteht sogar ein Spiel nach innen (Ziff. 3), nach außen passt es perfekt (Ziff. 4).

A.C.M.E. Kupplungsabstand an Lehre
A.C.M.E. Kupplungsabstand an Lehre

Selbst mit "echten", also starren Kurzkupplungsköpfen von ROCO oder FLEISCHMANN ergibt sich ein  deutlicher Kuppelabstand.

Da die Kupplungskulisse ohnhin häufig sehr hakelig ist, muss die gesamte Mechanik oft nachgebessert werden. Inerster Linie muss dabei die Laufflächer der Führung, die in Richtug Wagenende gegen die Schwalbenschwanz-Kulisse gedrückt wird (Ziff. 12), gerundet und geglättet werden. Bei dieser Gelegenheit kann man auch die Spitze der Kulissenführung etwas abrunden und die zum Wagenende gelegene Führungslinie mit einem 1mm-Polistyrolstreifen auffüllen (Ziff. 11). Dann läuft die Mechanik allerdings sehr eng, aber mit der ROCO-Kurzkupplung (gemeint ist nicht die Universalkupplung!) passt es dann gut.


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Text und alle Fotos, soweit nicht abweichend erläutert  © Will Berghoff 2020
   
© Will Berghoff 2013
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